Die bearbeitete Fundstelle „Im Langedrog“ war den Verantwortlichen bei der Landesarchäologie Rheinland-Pfalz bereits seit Längerem bekannt, gilt sie unter den lizensierten Sondengänger*innen der Gegend doch seit Jahrzehnten als sehr ergiebig. Ein römischer Bezug schien durch die hohe Anzahl abgegebener Funde von kaiserzeitlichen Münzen, Gebrauchskeramik, Terra Sigillata und Marmorfragmenten schon vor den Kölner Messungen als sehr wahrscheinlich.
Das Ziel des Seminars bestand darin, den Studierenden die theoretischen und praktischen Grundlagen der archäologischen Geophysik nahezubringen, wozu sich die bislang noch wenig erforschte Fundstelle in Andernach gut eignete.
Die angedachte Fläche wurde mit Georadar, Geoelektrik und Geomagnetik untersucht, wobei der Fokus auf der letztgenannten Methode lag. Während sich die Magnetik als für den örtlichen Boden und die winterlichen Witterungsverhältnisse gut geeignet erwies und erfreuliche Ergebnisse erbrachte, erschwerten das teils regnerische Wetter und der durch frühere Überschwemmungsereignisse des nahen Flüsschens Nette beeinträchtigte Boden die Resultate von Elektrik und Radar.
Alles in allem konnten neben Altarmen der Nette erfolgreich auch diverse römische Baustrukturen nachgewiesen werden. Die Ergebnisse des Seminars bieten somit einen vielversprechenden Ausgangspunkt für mögliche weitere archäologische Untersuchungen in Andernach.
Teilnehmende: Ch. Avenarius, M. Heinzelmann, L. Vornweg (Leitung), P. Grimm, A. Löwen, Th. Müller, A. Polnik, O. Schlimm, J. Schmidt, D. Schnalke, J. Werner, F. Zeiger, J. von Thadden (Seminarteilnehmende)
Kooperation: L. Niehues (Landesarchäologie/Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz), A. Utsch